Nach jahrelangen Bemühungen erhält die Marktgemeinde Prien ab dem kommenden Schuljahr 2012/13 neben der kommunalen Realschule eine staatliche Realschule. Diese positive Nachricht  nahmen Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner und Landrat Josef Neiderhell am Rande der CSU-Klausur in Wildbad Kreuth von Bayerns Finanzminister Dr. Markus Söder und Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle entgegen.

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Für Neiderhell und Stöttner ein großer Tag der Freude: Ein Jahr verhandeln und immer wieder nachfragen hätten sich letztendlich doch gelohnt.

Der Landrat gab zu, zwischenzeitlich schon die Hoffnung aufgegeben zu haben. Er bedankte sich bei dieser Gelegenheit beim CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner, der sich dem Thema „staatliche Realschule Prien“ in den vergangenen Monaten hartnäckig angenommen hatte. Neiderhells Dank galt zudem dem Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Oberbayern-Ost Peter Peltzer. Er hatte die Gründung unterstützt und die Vorbereitungen intensiv begleitet.

Auch Klaus Stöttner zeigte sich erfreut: „Dies ist ein deutliches Bekenntnis des Freistaats Bayern zur Stärkung des Schulstandorts Rosenheim und trägt der hohen Dynamik der Bevölkerungsentwicklung in unserem Landkreis Rechnung“. Schließlich sei in Stadt und Landkreis Rosenheim bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 2009 mit einer Zunahme der Bevölkerung um 2,6 Prozent bzw. 3,2 Prozent zu rechnen.

Die positive Entscheidung der Bayerischen Regierung sei als deutliche Aufwertung des Bildungsangebots in der Marktgemeinde Prien zu sehen, so der Rosenheimer Abgeordnete. Mit dem geplanten Kooperationsmodell zwischen staatlicher Realschule und der Mittelschule in Prien setze der Landkreis Rosenheim bildungspolitische Maßstäbe.

Anfang Mai vergangenen Jahres beschlossen der Ausschuss für Kultur, Sport, Fremdenverkehr und Schulangelegenheiten, der Kreisausschuss und der Kreistag in einer gemeinsamen Sitzung, die Errichtung einer zweizügigen staatlichen Realschule zu beantragen. Zuvor hatte das Kultusministerium erstmals überhaupt seine Bereitschaft signalisiert, eine staatliche Realschule in Prien zuzulassen. Mitte Mai vereinbarten die Franziska-Hager-Mittelschule und die Realschule Prien ein Kooperationsmodell. In diesem pädagogischen Konzept werden konkrete Ziele für alle Jahrgangsstufen an beiden Schultypen formuliert. Dieses Kooperationsmodell war eine wichtige Voraussetzung zur Verwirklichung der staatlichen Realschule Prien. Normalerweise sind staatliche Realschulen dreizügig, das heißt, in jeder Jahrgangsstufe werden drei Klassen gebildet. Im Unterschied dazu wird die zum kommenden Schuljahr entstehende staatliche Realschule Prien lediglich zweizügig, daher die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit der örtlichen Mittelschule.