Das deutsche Gesundheitssystem befinde sich an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Die Ärzte hätten für die Patienten immer weniger Zeit. Für Verwaltungsaufgaben werde dafür immer mehr Aufwand verlangt. Immer mehr Ärzte verließen Deutschland, um im Ausland bessere Arbeitsbedingungen zu finden. Immer weniger Studierende würden ihr Medizinstudium abschließen. Auf dem Land gebe es erste Versorgungslücken. Der Arztberuf habe leider an Attraktivität verloren.Dies waren nur einige der Punkte, die sich Staatssekretärin Melanie Huml anlässlich des Besuches des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises Rosenheim im Maximilianeum anhören musste.

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Dies waren nur einige der Punkte, die sich Staatssekretärin Melanie Huml anlässlich des Besuches des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises Rosenheim im Maximilianeum anhören musste.

Dr. Dolf Hufnagl, Zweiter Vorsitzender und gleichzeitig Zweiter Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, schilderte der Staatssekretärin zunächst die Situation an der ärztlichen Basis. Die weiteren Vertreter des Arbeitskreises unter Leitung vom Vorsitzenden Prof. Dr. Dieter Benatzky diskutierten dann die einzelnen Punkte mit Huml ausführlich. Hierzu gehörten die Stärkung der Patienten-Verantwortung, das Kostenerstattungs-Prinzip, die Hausärztliche Versorgung sowie die Verbesserung der Planungssicherheit für niedergelassene Ärzte. Günther Pfaffeneder, Geschäftsführer der Romed-Kliniken, erläuterte dann die Forderungen der Krankenhäuser. Demnach seien eine verlässliche Finanzierung der Kliniken und die Rücknahme von gesetzlichen Fehlsteuerungen nötig.

Die Gesundheitspolitik solle die wohnortnahe Versorgung fördern und den niedergelassenen Ärzten den Rücken stärken, so das Fazit der Rosenheimer.