29. Juli 2010
1000 neue Stellen sorgen für eine spürbare Entlastung bei der Polizei. Nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol an Tankstellen weiter im Gespräch.
|
Besuch des Innenministers auf der KPI-Ranch am Hochstrasser See, v.l.n.r.: Birgit Ligotzky (stellv. Vorsitzende des AK Polizei), Klaus Stöttner (MdL), Gerhard Schusser (Vorsitzender des AK Polizei), Joachim Herrmann (Innenminister), Annemarie Biechl (MdL), Sebastian Friesinger (Bezirksrat), Jürgen Garbe (Polizeipräsidium Oberbayern Süd) |
Rosenheim - Von der kürzlich im Landtag beschlossenen
Personalaufstockung der bayerischen Polizei um 1000 Stellen werden auch
die Stadt und der Landkreis Rosenheim profitieren. Davon zeigte sich der
bayerische Innenminister Joachim Herrmann bei einem Besuch des
Arbeitskreises Polizei der CSU Rosenheim überzeugt.
Zusammen mit den ebenfalls anwesenden Landtagsabgeordneten Annemarie
Biechl und Klaus Stöttner sowie dem Bezirksrat Sebastian Friesinger
stellte sich der Minister den kritischen Fragen der vielen anwesenden
Polizeibeamten.
|
Angesprochen auf die insbesondere im Schichtdienst herrschende Personalknappheit führte Herrmann aus, dass alles daran gesetzt werde, so schnell wie möglich vor allem die Basisdienststellen mit mehr jungen Beamtinnen und Beamten zu unterstützen. Dafür würden derzeit die Einstellungszahlen enorm nach oben geschraubt.
Trotz der vorgegebenen Haushaltsziele der Staatsregierung versicherte der Minister, dass die Sparmaßnahmen nicht zu Einschränkungen in der Handlungsfähigkeit der Polizei führen würden. Bayern müsse auch weiterhin Marktführer in punkto Sicherheit in Deutschland bleiben.
Der Minister rechnet durch eine vermehrte Abgabe von Beamten nach der Ausbildung durch die Bereitschaftspolizei an die Polizeiinspektionen in Bayern im Jahre 2011 mit einer spürbaren Entlastung. Gleichzeitig bedankte er sich für die hohe Einsatzbereitschaft, die im neu geschaffenen Polizeipräsidium Oberbayern Süd an den Tag gelegt würde.
Um den exzessiven Alkoholmissbrauch von Jugendlichen einzudämmen, hält der Minister weiterhin an dem Vorschlag fest, ein nächtliches Verkaufsverbot für hochprozentigen Alkohol an Tankstellen einzuführen. In der Diskussion zeigten sich viele der Anwesenden besorgt über den zunehmenden Anteil erheblich alkoholisierter Jugendlicher.
Der Arbeitskreisvorsitzende Gerhard Schusser appellierte in seinem Schlusswort an die anwesenden Politiker, das seit Jahren stehende Synonym CSU und Innere Sicherheit auch weiterhin im Sinne des bayerischen Lebensmottos „Leben und Leben lassen“ gut zu pflegen.
